Steuerfuss-Ranking Wallis 2026

Steuerfuss-Ranking: Alle 122 Gemeinden im Kanton Wallis im Vergleich. Finden Sie die steuergünstigste Gemeinde.

Was die Formel berechnet

In vielen Kantonen wird zuerst eine einfache kantonale Steuer berechnet, zum Beispiel auf Basis von Einkommen, Tarif, Zivilstand und Kinderabzügen. Der kommunale Steuerfuss wird danach als Prozentsatz auf diese einfache Steuer angewendet, etwa 90%, 110% oder 125%. Liegt die einfache Steuer bei CHF 10'000, ergibt ein Gemeindesteuerfuss von 110% eine Gemeindesteuer von CHF 11'000. Die genaue Bezeichnung variiert: In der Deutschschweiz ist Steuerfuss üblich, in französischsprachigen Tabellen finden sich Begriffe wie centimes additionnels.

Warum Sätze zwischen Gemeinden variieren

Gemeinden finanzieren Schulen, Strassen, Verwaltung, Sicherheit und einen Teil der sozialen Leistungen unterschiedlich stark selbst. Eine Gemeinde mit 5'000 Einwohnern und hohem Investitionsbedarf kann einen höheren Satz benötigen als eine Gemeinde mit breiter Steuerbasis und wenig Infrastrukturwachstum. Entscheidend ist nicht nur das Durchschnittseinkommen, sondern auch die Struktur: natürliche Personen, Unternehmen, Zweitwohnungen und steuerbare Vermögen tragen je nach Ort verschieden viel bei. Im gesamtschweizerischen Kontext gelten ZG, NW und SZ oft als Tiefsteuerkantone; höhere Belastungen findet man eher in einzelnen Kantonen wie BS-Land oder JU.

Wie ein Vergleich zu lesen ist

Ein Ranking ordnet Gemeinden nach dem publizierten kommunalen Satz innerhalb des gewählten Kantons. Der Satz allein ist kein direkter Frankenbetrag, sondern muss mit der jeweiligen kantonalen Grundsteuer multipliziert werden. Ein Steuerfuss von 95% kann in einem Kanton zu einer anderen Gesamtbelastung führen als 95% in einem anderen Kanton, weil Tarife und Abzüge kantonal verschieden sind. Deshalb sind Rangvergleiche innerhalb eines Kantons am aussagekräftigsten, während Vergleiche zwischen ZH, GE oder BS zusätzliche Tarifdaten brauchen.

Typische Wirkung bei Einkommen

Bei einem steuerbaren Einkommen von CHF 100'000 kann eine einfache kantonale Steuer von CHF 5'000 dazu führen, dass 10 Prozentpunkte beim Gemeindesteuerfuss rund CHF 500 pro Jahr ausmachen. Bei CHF 200'000 steuerbarem Einkommen und einer einfachen Steuer von CHF 16'000 entspricht dieselbe Differenz bereits etwa CHF 1'600. Die Wirkung steigt meist nicht linear mit dem Bruttoeinkommen, weil Abzüge, Tarifprogression und Zivilstand den Ausgangsbetrag verändern. Für Haushalte mit Kindern, Doppelverdiener oder Relocator mit Quellensteuerstatus kann die effektive Differenz deutlich anders ausfallen.

Was das Ranking zeigt und was nicht

Das Ranking zeigt den kommunalen Multiplikator, nicht die vollständige Steuerrechnung eines Haushalts. Nicht enthalten sind in der Regel Vermögenssteuer, Kirchensteuer, Personalsteuer, Liegenschaftssteuer sowie individuelle Abzüge für Berufskosten, Säule 3a oder Kinderbetreuung. Gemeinden wie Zug, Walchwil, Hergiswil, Wila oder Genève können deshalb in einer Tabelle vergleichbar erscheinen, obwohl kantonale Tarife, Abzüge und Wohnkosten unterschiedlich sind. Für einen Kaufentscheid sollte der Steuerfuss zusammen mit Kaufpreis, Pendelkosten, Krankenkassenprämien und Betreuungskosten betrachtet werden.

Datenquellen und Methodik

Die Werte basieren auf publizierten Steuerfüssen und Gemeindesteuersätzen der kantonalen Steuerverwaltungen sowie auf harmonisierten Übersichten der ESTV. Wo Kantone pro Jahr neue Beschlüsse veröffentlichen, wird der für 2026 gültige oder zuletzt amtlich publizierte Satz verwendet. Gemeindenamen, Kantonskürzel und Gemeindestände werden mit offiziellen Registern abgeglichen, damit Fusionen und Namensänderungen korrekt erscheinen. Die Berechnung bleibt bewusst einfach: angezeigt wird der kommunale Satz, nicht eine simulierte Steuerrechnung für jeden Haushalt.