Die Preisspanne pro Quadratmeter in der Schweiz ist enorm. Im Kanton Zug zahlen Käufer für Eigentumswohnungen typisch CHF 14'000 bis 18'000 pro m², in ländlichen Jura-Gemeinden 4'000 bis 6'000. Diese Statistik zeigt aktuelle Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser im direkten Kantonsvergleich, basierend auf Wüest-Partner-Transaktionsdaten und Inserate-Auswertungen. Tagesaktuell, mit historischer Entwicklung seit 2018 und kantonsspezifischen Trendprognosen für 2026.
Die teuersten Kantone für Stockwerkeigentum sind Zürich, Zug, Genf und Basel-Stadt mit Median-Preisen von CHF 12'000-15'000 pro m². Die günstigsten — Jura, Glarus und Uri — liegen bei CHF 4'500-6'500. Bei Einfamilienhäusern ist die Spanne ähnlich: Goldküsten-Gemeinden am Zürichsee erreichen CHF 18'000+, Berggemeinden im Uri häufig unter CHF 5'500. Die Unterschiede erklären sich durch Bodenverfügbarkeit, ÖV-Erreichbarkeit und Steuerbelastung.
Seit 2018 sind Stockwerkeigentum-Preise im Schweizer Durchschnitt um rund 28 % gestiegen, EFH-Preise um 35 %. Der Höhepunkt wurde 2022 erreicht, danach setzte eine moderate Korrektur ein (-3 % bis -7 % je nach Region) bevor sich der Markt 2024-2025 stabilisierte. Für 2026 erwarten Wüest Partner und UBS ein leichtes Wachstum von 1-3 % p.a., konzentriert auf urbane Zentren mit guter ÖV-Anbindung.
Sechs Faktoren erklären rund 80 % der Preisvariation: Lage und ÖV-Klasse (A-F), Standortqualität (Aussicht, Lärmbelastung, Schulqualität), Baujahr und Zustand, Wohnfläche (kleinere Wohnungen pro m² teurer), Steuerbelastung der Gemeinde und kantonale Wirtschaftslage. Bei vergleichbaren Objekten innerhalb eines Kantons macht der Steuerfuss-Unterschied 5-15 % des Preisunterschieds aus.
EFH sind in den meisten Kantonen 10-30 % teurer pro m² als Stockwerkeigentum, weil Land knapper und Bauqualität individueller ist. In Stadtkantonen wie Basel-Stadt oder Genf gibt es kaum EFH-Angebot — Stockwerkeigentum dominiert. In ländlichen Kantonen wie Glarus, Uri, Jura ist die Differenz geringer, weil Boden günstiger und EFH-Bauten Standard sind.
Höhere Lärmbelastung (insbesondere Fluglärm in Zürcher Süd-Anflugschneise: -1 bis -2 % pro Dezibel über dem Grenzwert), schlechte ÖV-Klasse (E/F), Hochwasserzone, sichtbare Altlasten in der Umgebung. Auch Renovationsbedarf (energetische Sanierung, Asbestbelastung bei Häusern vor 1990) drückt den Preis. Käufer sollten bei vermeintlichen Schnäppchen prüfen, welche dieser Faktoren den niedrigeren Preis erklären.
Die m²-Werte stammen aus zwei Quellen: aggregierte Inserate-Daten der Schweizer Immobilienportale (Bandbreite und Median-Schätzung) und Wüest-Partner-Transaktionsstatistik (effektiv abgeschlossene Käufe). Inserate-Werte sind 5-12 % höher als Transaktionspreise — Käufer und Verkäufer einigen sich meist unter dem Inseratepreis. Die hier gezeigten Werte verwenden Transaktionsmedian wo verfügbar, sonst inserierte Median-Werte mit -8 % Korrektur.