Fenster sind das Bauteil, an dem Wärme, Lärm und Zugluft am deutlichsten spürbar werden. Fensterbauer ersetzen Fenster und Aussentüren, passen Anschlüsse an und montieren Beschläge. Über die Qualität des Resultats entscheidet dabei weniger das Fenster als der Einbau: Ein sehr gutes Fenster mit schlechtem Anschluss ist schlechter als ein durchschnittliches mit sauberem.
Er misst auf, demontiert die alten Fenster, setzt die neuen ein, stellt den luft- und schlagregendichten Anschluss zur Wand her, montiert Fensterbänke und justiert die Beschläge. Dazu kommen Aussentüren, Balkon- und Hebe-Schiebe-Türen sowie die Entsorgung der alten Elemente, die bei Altbauten schadstoffbelastet sein können.
Für ein Standardfenster von rund 100 × 120 cm liegt der Richtwert je nach Rahmenmaterial bei etwa CHF 800 bis 1'500 pro Stück, so weist es unser Ratgeber Renovationskosten aus. Grosse Elemente und Hebe-Schiebe-Türen liegen deutlich darüber. Nicht enthalten sind Gerüst, Anpassungen an Laibungen und Storen sowie Malerarbeiten nach dem Einbau.
Kunststoff ist am günstigsten und pflegeleicht, Holz-Aluminium verbindet Innenoptik mit wetterfester Aussenschale und liegt preislich oben, reines Holz braucht regelmässige Pflege und passt vor allem dort, wo das Ortsbild es verlangt. In Schutz- und Kernzonen kann das Material vorgegeben sein. Klären Sie das ab, bevor Sie Offerten einholen, sonst vergleichen Sie Varianten, die gar nicht zulässig sind.
An lauten Lagen ist der Fensterersatz die wirksamste einzelne Massnahme gegen Lärm. Entscheidend ist der Aufbau der Verglasung und die Dichtigkeit des Anschlusses, nicht die blosse Anzahl Scheiben. Sagen Sie in der Ausschreibung, welchen Aussenlärm Sie haben, damit der Betrieb den passenden Aufbau anbietet, statt eine Standardverglasung einzusetzen.
Verlangen Sie eine Positionsliste je Fenster mit Mass, Öffnungsart, Material und Verglasungsaufbau statt einer Gesamtpauschale. Prüfen Sie, ob Demontage, Entsorgung, Innen- und Aussenanschluss, Fensterbänke und die Anpassung der Storen enthalten sind. Klären Sie, wer die Malerarbeiten an den Laibungen nach dem Einbau übernimmt; das ist die häufigste Lücke.
Neue Fenster sind dicht, alte waren es nicht. Der unfreiwillige Luftwechsel durch undichte Fenster fällt weg, und die Feuchtigkeit aus Kochen, Duschen und Atmen bleibt im Raum. Ohne verändertes Lüftungsverhalten oder eine kontrollierte Lüftung entsteht deshalb nach einem Fensterersatz häufig erstmals Schimmel. Planen Sie das mit, statt es später zu entdecken.