Abbruch und Rückbau: Betrieb für Ihre Sanierung finden

Am Anfang fast jeder Sanierung steht das Wegräumen. Rückbaubetriebe entkernen Räume, entfernen Bodenbeläge, Plättli, Küchen und nicht tragende Wände und bringen das Material in die richtige Entsorgungsschiene. Die Arbeit wirkt simpel, entscheidet aber über den ganzen Bauablauf: Was hier übersehen wird, kommt später als Nachtrag zurück.

Was ein Rückbaubetrieb macht

Rückbaubetriebe demontieren Einbauten, brechen Beläge und Estriche auf, entfernen nicht tragende Wände und trennen das Material nach Fraktionen. Sie stellen Mulden, sichern Fluchtwege und Nachbarräume mit Staubschutz und übergeben eine besenreine Fläche an das nächste Gewerk. Tragende Bauteile fallen nicht in ihren Bereich, dafür braucht es Baumeister und eine statische Beurteilung.

Schadstoffe zuerst abklären

Bei Gebäuden aus der Zeit vor dem Asbestverbot von 1990 gehört eine Schadstoffabklärung zwingend vor den Abbruch. Asbest steckt nicht nur in Eternit, sondern auch in Plattenklebern, Bodenbelägen, Fensterkitt und Rohrisolationen. Wird er beim Aufbrechen freigesetzt, wird aus einem Rückbau eine Sanierung mit Fachfirma, Schleuse und Freimessung. Diese Reihenfolge einzuhalten ist die günstigste Massnahme überhaupt.

Worauf Sie in der Offerte achten

Entsorgung ist der Posten, der Offerten unvergleichbar macht. Lassen Sie ausweisen, wie viele Mulden kalkuliert sind, welche Fraktionen getrennt werden und ob Deponiegebühren enthalten sind oder nach Aufwand verrechnet werden. Ebenso gehören Staubschutz, Schutz von Treppenhaus und Lift sowie die Endreinigung in die Offerte, sonst tauchen sie später als Regiearbeit auf.

Bewilligung und Anmeldung

Ein reiner Innenrückbau ist meist bewilligungsfrei, sobald aber tragende Bauteile, die Fassade oder das Dach betroffen sind, wird das Vorhaben bewilligungspflichtig. Die Regeln sind kantonal und kommunal unterschiedlich; klären Sie das vor Baubeginn bei Ihrer Gemeinde ab. In Stockwerkeigentum kommt die Zustimmung der Gemeinschaft dazu, wenn gemeinschaftliche Bauteile berührt werden.

Wer danach kommt

Nach dem Rückbau übernimmt in der Regel der Baumeister für Durchbrüche und Aufbauten, danach folgen die Rohinstallationen von Elektro und Sanitär. Planen Sie den Rückbau so, dass die Folgegewerke direkt anschliessen können. Leerlauf zwischen den Gewerken ist der häufigste Grund, warum Sanierungen länger dauern als geplant.

Nachbarn, Lärm und Zeitfenster

Rückbau ist das lauteste und staubigste Gewerk der ganzen Sanierung. Gemeinden regeln Ruhezeiten unterschiedlich, in Wohnzonen sind Abend, Samstagnachmittag und Sonntag meist gesperrt. Informieren Sie Nachbarn und in Mehrfamilienhäusern die Hausverwaltung vor Beginn schriftlich über Dauer und Zeitfenster. Das kostet nichts, verhindert aber Beschwerden, die im schlimmsten Fall zu einem Baustopp führen. Klären Sie zugleich, wo die Mulde stehen darf: Braucht sie öffentlichen Grund, ist eine Bewilligung der Gemeinde nötig, die einige Tage Vorlauf hat.